Abbé Albert Gricius

Albert Gricius wurde am 10. März 1910 in Heispelt geboren als Sohn des Wagners Henri Gricius und seiner Ehefrau Christine Heser. Sein Geburtshaus befindet sich in der heutigen "Rue Principale" und trägt die Hausnummer 3. Das Haus ist schön renoviert und sogar der alte imposante Kastanienbaum in dessen Schatten Albert Gricius aufgewachsen ist gibt es immer noch.

Albert Gricius ging wie alle Kinder in seinem Heimatort zur Pimärschule, besuchte danach das Gymnasium in Diekirch, welches er 1929 mit dem Abitur abschloss um seine Studien auf dem Priesterseminar in Luxemburg weiter zu führen. Am 28. Juli 1935 wurde er in der Kathedrale von Luxemburg zum Priester geweiht um dann am 4. August des selben Jahres in Heispelt Primiz zu feiern.

Als Vikar war Herr Gricius in Niederwiltz von 1. September 1935 bis zum 1. September 1943 tätig um dann als Pfarrer in Berlé bis zum 1. September 1951 zu wirken um sich anschließend bis 1967 um das Seelenwohl der Einwohner aus Eischen zu kümmern. Danach wurde er Dechant in Vianden bis 1975, wo er gleichzeitig den Posten des Aumonier im Sanatorium belegte, um sich dann in Echternach in den wohlverdienten Ruhestand zurück zu ziehen. Dort wohnte er im alten Pfarrhaus neben der Muttergotteskapelle, wo er bis zu seinem Lebensende noch tätig war. Pfarrer Albert Gricius stirbt am 26. August 1983 im Alter von 73 Jahren und findet seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof seines Heimatdorfes Heispelt. Neben seinen Aufgaben als Seelsorger hinterlässt Abbé Gricius als talentierter Hobbyschriftsteller uns mehrere Bücher wobei er es fertig bringt mit viel Geschick handfeste Tatsachen, Mythen und Legenden mit schriftstellerischer Fantasie zu verknüpfen und als spannende Geschichten zusammen zu fassen.

In dem "Geheimnis der Schieferburg", womit zweifelsohne Schloss Schorels gemeint ist, welches sich direkt in der Nähe seines Heimatdorfes Heispelt befindet, werden Pfadfinder in die Geschichte der dort anwesenden Falschmünzer verwickelt und entdecken dabei einen geheimen unterirdischen Gang der laut Legende die Schlösser Schorels und Useldingen miteinander verbinden soll. 1945 beschreibt Albert Gricius in dem Buch "Dorf in der Front" die schreckliche Zeit von Berlé während der Rundstetoffensive. "In Berlé war nie etwas geschehen, und als das erste Mal etwas geschah, da war es der Untergang..." So fängt der Dorfpfarrer seinen Bericht an, indem er nicht nur vom Unglück des Dorfes, seinen Bewohnern und dessen materiellen und menschlichen Verlusten zu erzählen weiß, sondern immer wieder humoristische Einlagen einzufädeln versteht, welche die Lektüre bis zum Schluss spannend und interessant macht. 1953 erscheint: "Heckendorfer Geschichten". "Ein Buch vom Öslinger Bauer", so beschreibt der Autor den Inhalt seines Werkes. Dabei geht es darum einzelne Anekdoten aus dem Alltag und Geschichten des Krieges schriftlich festzuhalten, ohne jedoch Namen preis zu geben, denn der Hochwürde wollte ja niemanden verletzen. Allerdings verstanden es die Leute von damals auch zwischen den Zeilen zu lesen und sich anschließend so manchen Reim zu machen. "Das seltsame Licht" erscheint kurz vor seinem Tode im Jahre 1981. Dabei handelt es sich um eine Pfadfindergeschichte in welcher es drum geht einen mysteriösen Mordfall auf einem alten Schloss im Oesling auf zu klären.

Ferber Jean





retourner